Olaf Scholz
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
"Der angespannte Wohnungsmarkt in Hamburg macht es insbesondere für junge Leute schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Studierenden bietet das Studierendenwerk über 3.500 Zimmer in Wohnheimen an. Für die fast 40.000 Auszubildenden in Hamburg gibt es bisher kein vergleichbares Angebot. Deshalb unterstütze ich das große Engagement einiger Sozialdemokraten, die sich seit Jahren für die Schaffung einer Stiftung Auszubildendenwerk unter Beteiligung der Sozialpartner einsetzen. Der Bau eines Wohnheims für Auszubildende ist ein dringendes Anliegen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald mit dem Bau eines Wohnheims für Auszubildende beginnen können."
Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz
Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg
"Bereits heute kommt ca. die Hälfte unserer jährlich 10.000 neuen Auszubildenden aus anderen Bundesländern, wo der demographischen Wandel teilweise bereits voll eingesetzt hat. Daher ist es zwingend erforderlich die Attraktivität der Hansestadt als Ausbildungsstandort weiter zu steigern. Die Schaffung von mehr günstigem und attraktivem Wohnraum für Lehrlinge ist hierzu ein überaus geeigneter Schritt. Wir haben uns daher bereits im Jahr 2010 zur umfänglichen Unterstützung und Begleitung des Projekts entschlossen und dies auch so den Initiatoren und dem Senat zugesagt."
Uwe Grund
Vorsitzender des DGB Hamburg
"Die Zahl junger Menschen in unserer Gesellschaft ist rückläufig. Wir müssen deshalb die duale Ausbildung in Hamburg attraktiv gestalten und die sozialen Probleme der Auszubildenden lösen. Ein Auszubildendenwerk kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Alle Akteure der Berufsbildung sollten hierfür zusammenarbeiten und ihre Kompetenzen einbringen."
Matthias Saecker
Leiter Berufsbildung bei der Haspa
„Mit 475 Ausbildungsplätzen ist die Haspa einer der größten Ausbilder in Hamburg. Bezahlbarer Wohnraum für Azubis hat für uns daher einen hohen Stellenwert. Dieser ist eine Voraussetzung dafür, dass Hamburg im Wettbewerb um engagierte Auszubildende auch in Zukunft Punkten kann“
Julia Wöhlke
Mitglied der Geschäftsleitung, Moderator Mitarbeiterservice & -entwicklung bei Budnikowsky
„Als kundenorientierter Drogeriemarkt ist Budnikowsky auf gute Auszubildende angewiesen. Diese kommen oft nicht aus Hamburg. Bezahlbarer Wohnraum und eine pädagogische Betreuung für die Auszubildenden wären auch für unsere Auszubildenden eine wichtige Unterstützung. Deswegen unterstützen wir gerne das Projekt Auszubildendenwerk und freuen uns auf die Realisierung.“
Michael Thomas Fröhlich
Hauptgeschäftsführer der UVNord – Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.
„Als Sozialpartner begrüßen wir die Initiative für ein Auszubildendenwerk. Schon jetzt kommen viele Jugendliche aus dem Umland nach Hamburg, um bei uns eine duale Ausbildung zu absolvieren. Angesichts der demografischen Entwicklung wird sich dieser Trend verstärken. Um so wichtiger ist es, dass die Auszubildenden, die von auswärts kommen, bezahlbaren Wohnraum und eine entsprechende Betreuung vorfinden. Davon profitieren sie, aber auch die Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Hamburg.“
Frank Glücklich
Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hamburg
"Das Handwerk braucht mehr junge Leute, die sich für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf entscheiden. Jeder dritte Lehrling im Hamburger Handwerk stammt allerdings aus dem Umland. Darum ist es wichtig, attraktive Wohnbedingungen für diese jungen Leute zu schaffen. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat die Handwerkskammer Hamburg die Idee zu einem Azubi-Wohnheim schon in der ersten Planungsphase begrüßt. Was Studierenden das Leben leichter macht, sollte auch für Auszubildende ein selbstverständliches Angebot sein."
Johannes Kahrs
Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Hamburg Mitte
"Junge Leute, die in Hamburg eine Ausbildung machen, haben häufig nur sehr wenig Geld zur Verfügung. Es gelingt vielen kaum damit eine Wohnung und ihr Leben in Hamburg zu finanzieren. Wir sollten uns über jeden jungen Menschen freuen, der hier in Hamburg leben und arbeiten möchte. Dazu muss sichergestellt werden, dass diese hier ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Wir brauchen bezahlbare Zimmer und andere gute Unterstützungsangebote für Auszubildende. Deshalb unterstütze ich die Initiative seit ihrer Gründung. Der Bau eines Azubiwohnheimes in Hamburg und damit die Verbesserung der Lebensqualität der Auszubildenden sind für mich wichtige Anliegen."
Olaf Schwede
Gewerkschaftssekretär, Initiator des Projektes und SPD-Kandidat auf Platz 27 der Landesliste zur Bürgerschaftswahl 2011
"In der Gewerkschaftsarbeit begegne ich immer wieder Auszubildenden denen es aufgrund ihrer geringen Vergütung und ihres jungen Alters schwer fällt in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu finden. Als ich als Student nach Hamburg kam, stand mir sofort und ohne Suche ein günstiges WG-Zimmer in einem Wohnheim des Studierendenwerkes in zentraler Lage zur Verfügung. Das muss es auch für Auszubildende geben. Deshalb habe ich mit Mitstreitern zusammen ein Konzept für Wohnheime und die Idee eines Auszubildendenwerkes als Stiftung unter Beteiligung der Sozialpartner entwickelt. Als Gewerkschafter und SPD-Kandidat setze ich mich nun aus ganzem Herzen für die Umsetzung dieser Ideen ein."
Dr. Wolfgang Hammer
Abteilungsleiter Jugend- und Familienpolitik, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz
"Die im Kontext eines Auszubildendenwohnheims vorgenommene konzeptionelle Planung einer im Einzelfall unterschiedlich intensiven und abrufbaren pädagogischen Begleitung halte ich für fachlich sinnvoll. Gerade wenn man davon ausgeht, dass eine Reihe von Auszubildenden im Azubi-Wohnheim aus dem näheren oder weiteren Umland kommen werden, ist es für die jungen Menschen, insbesondere wenn sie noch minderjährig sind, und für ihre Eltern ein Stück zusätzlicher Sicherheit in der Weltstadt Hamburg. Meiner Meinung nach müsste dies auch im Interesse kooperierender Ausbildungsbetriebe liegen, da manche Gefährdungen, die zum Ausbildungsabbruch führen können, wenn kein pädagogisches Back-Office vorhanden ist, so vermieden werden können. Ich sehe der Umsetzung des Projektes aus fachlicher Sicht mit Wohlwollen entgegen."
Jan Balcke
Ausbildungsleiter AIRBUS Hamburg
"Dieses Vorhaben setzt neue Maßstäbe! Die richtige Zielgruppe, die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit. Ich unterstütze das AzubiWerk."
Séverin Pabsch
Präsident des Studierendenparlaments der Universität Hamburg und Mitglied der Vertreterversammlung des Studierendenwerks Hamburg
"Die Idee eines eigenständigen Auszubildendenwerks neben dem Studierendenwerk begrüße ich sehr. Das Studierendenwerk stellt viele nützliche Service- und Unterstützungsangebote für Studierende bereit. Neben dem günstigen Verpflegungsangebot durch die Mensen und Cafés sind die Wohnanlagen sowie die umfangreichen Beratungs- und Betreuungsangebote für Studierende von zentraler Bedeutung. Ein solches, auf Auszubildende zugeschnittenes Angebot durch ein eigenständiges Auszubildendenwerk halte ich in Anbetracht des Mangels solcher Dienstleistungen für Auszubildende ebenso für erforderlich. Die Idee genießt meine Unterstützung und ich hoffe auf die Realisierung dieses Projektes"
Jan Eulen
Vorsitzender der IG BCE Hamburg
"Fehlender bezahlbarer Wohnraum ist auch für Auszubildende mit vergleichsweise hohen Ausbildungsvergütungen ein Problem. Ich unterstütze deshalb die Idee von Wohnheimen und einem Auszubildendenwerk. Der Ansatz einer gemeinsamen Lösung unter Mitwirkung der Sozialpartner ist richtig und sinnvoll. Die Trägerschaft eines Auszubildendenwerkes ist keine Aufgabe der Stadt, wenn die Sozialpartner in Kooperation mit einer Stiftung eine eigene Lösung finden können."
Horst Linke
Schulleiter Staatliche Gewerbeschule Stahl- und Maschinenbau, Vorsitzender Fachgruppe Berufliche Schulen im Bundesvorstandsbereich Berufliche Bildung/Weiterbildung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
"Als Schulleiter einer großen gewerblichen Berufsschule kenne ich die Bedeutung des sozialen Problems Wohnungsnot bei jungen Menschen. Insbesondere für unsere Auszubildenden, die nicht aus Hamburg kommen, ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich auf dem Hamburger Wohnungsmarkt günstige Wohnungen zu finden. Als Gewerkschafter erhoffe ich mir von dem Projekt auch ein lebhaftes Zentrum zur Förderung, Unterstützung und Beratung für Jugendliche in der dualen Berufsausbildung. Dieses Projekt muss gelingen und verdient somit zur Realisierung von vielen Seiten alle notwendigen Unterstützungen."
Volker Enkerts
Unternehmer in Hamburg und alternierender Vorsitzender für die Arbeitgeberseite des Berufsbildungsausschusses der Handelskammer
"Ich sehe in der demografischen Entwicklung die größte Herausforderung für die duale Ausbildung in Hamburg. Wir können heute schon unseren Auszubildendenbedarf nicht mit Bewerbern aus Hamburg decken. Wenn wir noch mehr auswärtige Auszubianwärter aus den benachbarten Regionen gewinnen wollen, müssen wir auch attraktiven Wohnraum und Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Hierbei ist die Initiative "Ein Ausbildungswerk mit Wohnheim für Azubis" ein echtes Highlight. Die Hamburger Wirtschaft unterstützt dieses Projekt voll und ganz."
Nils Kanter
EVG-Jugend Hamburg und Arbeitskreis der Jugend- und Auszubildendenvertretungen der Deutschen Bahn AG in Hamburg
"Bei der Diskussion um ein Wohnheim für Auszubildende ist die besondere Situation Auszubildender zu beachten. Auszubildenden soll eine regelmäßige und qualitativ hochwertige Beratung in Fragen der Berufsausbildung, in Gehalts- und Versicherungsfragen, sowie in Fragen des Arbeits- und Sozialrechtes ermöglicht werden. Dies ist durch sozialpädagogisch betreutes Wohnen zu erreichen. Insbesondere für junge Menschen, die neu in der Stadt sind, ist es eine besondere Belastung, dass die Arbeitsorte oft vom Elternwohnort weit entfernt liegen. Eine sozialpadagogische Unterstützung wäre wünschenswert."
Annegret Biller
Bildungsreferentin im Bereich Qualifizierung Ressort 11 in der ver.di Bundesverwaltung
"Fehlender Wohnraum für Auszubildende ist insbesondere in den Metropolen ein Problem für Auszubildende in jungem Alter und mit geringen Ausbildungsvergütungen. In Hamburg fehlen für diese Zielgruppe die sonst in vielen Städten üblichen Wohnheimangebote. Dies würde auch noch mehr Jugendliche zu einer Ausbildung in Hamburg motivieren, denn nicht jede/r hat Tante oder Onkel, bei denen sie wohnen können während ihrer Ausbildungszeit. Hamburg braucht qualifizierte Auszubildende aus allen sozialen Schichten, ein guter Anfang, wenn hier nun mit dem Bau eines Wohnheims ein erster Schritt zur Lösung dieses Problems getan wird. Deswegen unterstütze ich dieses Projekt ausdrücklich"
Gunther Steffens
Bereichsleiter Qualifizierung, ver.di-Bundesvorstand, alternierender Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der Handelskammer Hamburg (Arbeitnehmerseite)
"Fragen bezüglich der dualen Ausbildung werden bundesweit vielfach gemeinsam von Gewerkschaften und Arbeitgebern beraten. Das Auszubildendenwerk ist eine hervorragende Idee, um in diesem System der Sozialpartnerschaft auch soziale Probleme der Auszubildenden in Hamburg gezielt anzugehen; zudem kämen wir dem Ziel der Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung ein gutes Stück näher."
Peter Albrecht
Vorsitzender der Hamburger Elternkammer (EKH)
"Auch Hamburger Kinder wollen irgendwann von zu Hause ausziehen und auf eigenen Füßen stehen. Der Beginn einer Ausbildung ist hier oft der passende Zeitpunkt. Eltern ist es dann wichtig, dass ihre Kinder gut und in ordentlichen Verhältnissen leben. Hier überzeugt das Konzept des Azubiwohnheims mit seiner WG-Struktur und seiner pädagogischen Begleitung. So können Jugendliche selbstständig lernen, ihre eigenen Wege zu gehen."
Hüseyin Yilmaz
1. Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V.
"Die Gründung einer Stiftung Auszubildendenwerk ist ein Meilenstein auch für die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten und Wohnsituation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Das Auszubildendenwerk kann einerseits vorhandene Unterkunftsschwiergkeiten der jungen Migranten lindern, andererseits das Miteinander fördern. Für einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf bietet das Auszubildendenwerk eine gute Möglichkeit, daher rate ich Jugendlichen mit Migrationshintergrund diese Chance in Anspruch zunehmen."
Klaus Wicher
1. Landesvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland SoVD Landesverband Hamburg
"Der Sozialverband Deutschland SoVD Landesverband Hamburg setzt sich dafür ein, die Lebenssituation von Menschen zu verbessern. Als 1. Landesvorsitzender unterstütze ich deshalb die Schaffung eines Auszubildendenwerkes in Hamburg, denn gerade für viele Auszubildende, die aus anderen Bundesländern nach Hamburg kommen, wäre eine bezahlbares Wohnangebot mit pädagogischer Unterstützung ein großer Gewinn. Aber auch Hamburger Jugendliche, die mit Beginn der Ausbildung nicht mehr bei ihren Eltern wohnen können oder wollen, würden von diesem Angebot profitieren. Eine gute Idee und ein schönes Projekt, das ich gerne unterstütze."


